meetome | Und nach der Schule?
Und nach der Schule? Laura und Lilli quatschen über ihre Zukunft und meetome hat zugehört.
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Zukunfts-Quatsch(en)

„Ich kann mich ja momentan nicht mal für eine Haarfarbe entscheiden. Woher soll ich dann genau wissen, was ich später machen will?“. Lilli und Laura (15) waren für einen Tag zu Besuch bei meetome. Wir haben beim Zukunfts-Quatsch(en) zugehört.

 

Lilli: „Also immer, wenn ich gefragt werde, was ich nach der Schule mache, bin ich ein kleines bisschen genervt. Ich kann ja verstehen, dass es die Leute interessiert, aber irgendwann ist die Frage so ausgelutscht, dass ich dann nur noch halbherzig antworte. Und bei dir so?“

 

Laura: „Naja, ich finde es nicht so schlimm. Es ist doch schön wenn sich die anderen für dich interessieren.“

 

Lilli: „Glaubst du wirklich, dass diese Frage auf Interesse der anderen beruht? Ich würde eher sagen, dass ist die Frage von Jemandem, der nicht weiß, was er fragen soll. Außerdem finde ich, das wird sowieso überbewertet. Ich bin so, wie ich jetzt bin. Was spielt es für eine Rolle, wer ich später sein werde? Ich frage ja auch nicht jeden Erwachsenen, den ich treffe: Was willst du später mal machen, wenn du Rentner bist? Aber wenn ich mit Freunden drüber rede, dann ist das was Anderes.“

 

Lilli: „Also… Wenn ich es mir aussuchen könnte, dann würde ich Regisseurin werden. Das wäre mein Traumjob.“

 

Laura: „Also, wenn ich es mir aussuchen könnteeeeee… eeehm…. ich glaub, ich würde irgendwas mit Bio oder Chemie machen. Arzt oder Apotheker oder sowas. Vielleicht mache ich mich selbstständig oder arbeite in einem Krankenhaus. Aber bevor ich wirklich über einen festen Beruf nachdenke, kümmer ich mich erst mal um mein Abi und dann ums Studium. Außerdem möchte ich viel verreisen. Das dauert.“

 

Lilli: „Hm, stimmt. Aber Arzt sein, das würde richtig gut zu dir passen. Du kennst dich ja jetzt schon richtig gut mit Krankheiten und Medizin und sowas aus. Du bist richtig smart, das muss man als Arzt schon sein.“

Laura (lacht): „Wenn du meinst. Regisseur könnte ich mir bei dir eigentlich auch vorstellen. Obwohl Schriftstellerin auch passen würde. Auf jeden Fall irgendwas Kreatives.“

 

Lilli: „Ja, das würde ich echt gerne machen. Journalistin wäre auch cool. Aber mal sehen. Ich mach mir da jetzt noch gar nicht so viele Gedanken drüber. Ich kann mich ja momentan nicht mal für eine Haarfarbe entscheiden. Woher soll ich dann genau wissen, was ich später machen will? Wenn ich mich zur Hilfe mal informieren möchte, dann surf ich einfach ein bisschen im Internet. Ich geh zum Beispiel gern auf Wikipedia und les mir die Lebensläufe von berühmten Regisseuren durch. Die haben meistens erst ganz spät angefangen.“

 

Laura: „Ich geh gern zu Veranstaltungen oder Messen, wie zum Beispiel Karrierestart. Bei der Agentur für Arbeit oder der IHK kann man sich super informieren. Die helfen einem, wenn man irgendwelche Fragen hat. Außerdem kann man auch Eltern und Freunde um Rat fragen, die kennen einen ja am besten. Deshalb mach ich mir da auch keine großen Sorgen. Obwohl ich schon ziemlich Respekt habe. Gerade, was das Studium angeht. Da muss man ja erstmal nen Platz bekommen. Und dann muss schon alles passen. Da geht es ja dann wirklich schon in Richtung: Was will ich für später für einen Beruf haben und was kann ich mit meinem Studium alles machen?“

 

Lilli: „Das stimmt. Wobei ich denke, dass das Studium wesentlich entspannter ist, als die Schulzeit. Da lernst du ja auch das, was dich wirklich interessiert. Und da hat man trotz Hausarbeiten und Prüfungen noch genug Freizeit. Also ich möchte während meiner Studienzeit auch mal feiern gehen können. Außerdem denk ich, dass die Zeit während des Studiums neben der Pubertät auch eine ziemlich wichtige Selbstfindungsphase ist.“

 

Laura: „Das stimmt. Aber mal sehen. Wir sollten uns da echt nicht so viele Gedanken machen. Die Lehrer machen ja schon genug Stress. Und nicht nur die. Das finde selbst ich unnötig. Aber die beste Medizin dagegen ist: Träumen. Einfach mal alles vergessen und sich vorstellen, wie man später seinen absoluten Traumjob hat. Sich mal genau vorstellen, wie viel Spaß das macht. Ganz unabhängig von der Schule oder vom Studium. Das entspannt total.“

 

Lilli (grinst): „Ich sag ja, du kennst dich mit Medizin aus!“

 

Laura (lacht): „Ja, vielleicht. Ich stell mir dann vor, wie ich im weißen Kittel und Bleistift hinterm Ohr ganz zerstreut durch die Apotheke renne und mir denke: Ich hatte doch noch irgendwo Magnesium! Und ich kann immer meine Kunden beraten. Und ich braue in meinem Labor immer irgendwelches Zeug zusammen, was dann vielleicht explodiert.“

 

Lilli: „Voll Science Fiction! Aber pass auf, dass nicht dasselbe passiert, wie neulich im Physik Unterricht beim Experiment. Da haben unsere elektrischen Leiter angefangen zu qualmen.“

 

Laura: „Stimmt! Das sollte nicht unbedingt passieren.“

 

Lilli: „Also ich stell mir immer vor, wie ich später mit meinem Kamerateam und einem Kaffee in der Hand irgendwo in Görlitz stehe und mein Drehbuch durchblättere.
Dort drehe ich dann meine neue super skurrile Filmkomödie mit Owen Wilson und Cate Blanchett in den Hauptrollen. Meine Filmmusik mach ich natürlich selbst. Wenn du willst, kriegst du auch eine Rolle!“

 

Laura: „Oh ja, gerne. Du kannst aber auch zu mir kommen, wenn sich dann während des Drehs jemand verletzt hat ;).“

 

Lilli: „Siehst du, da haben wir unsere Zukunft doch schon bestens geplant.“

 

Der Text ist entstanden im Rahmen des Projekts „genial sozial“.

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